Social-Media-Recruiting: Kostengünstiges Recruiting mit Facebook

26.5.2021
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Social-Media-Recruiting: Kostengünstiges Recruiting mit Facebook

Social-Media-Recruiting: Kostengünstiges Recruiting mit Facebook

Nutzen auch Sie täglich Facebook, um mit Freunden zu kommunizieren oder Neuigkeiten zu erfahren? Wenn ja, gehören Sie zu einem der größten sozialen Netzwerke, die es je gegeben hat. Facebook hat monatlich 2,5 Milliarden aktive Nutzer weltweit. In Deutschland allein besuchen 32 Millionen Menschen Facebook regelmäßig.[1] Facebook bietet somit ein enormes Potenzial, wenn es darum geht, möglichst viele Menschen zu erreichen. Dies hat die Werbewirtschaft erkannt und nutzt Facebook für Online-Marketing-Kampagnen. Verwenden Sie Facebook aber nicht nur für Ihr Marketing, sondern auch für Ihr Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding. Auf Facebook erreichen Sie Kandidaten dort, wo Sie sich in Ihrer Freizeit Online aufhalten. Dies ermöglicht Ihnen, auch passiv wechselwillige Kandidaten zielgruppenspezifisch (z. B. Wohnort, Alter, Interessen) anzusprechen. Nachfolgend wollen wir Ihnen einige spannende Informationen geben, wie Sie Facebook professionell und zielgerichtet für Ihr Recruiting einsetzen.

1. Unternehmensdarstellung für Ihr Employer Branding

Bauen Sie auf Facebook eine eigene Unternehmensseite auf. Mit dieser treten Sie nicht nur mit Kunden in Kontakt, sondern können auch Bewerber für Ihr Unternehmen gewinnen. Eine professionelle Unternehmensseite auf Facebook wirkt positiv auf Ihre Arbeitgebermarke (Employer Brand) aus. Das A und O einer guten Unternehmensseite auf Facebook ist, dass Sie die wichtigsten Informationen über Ihr Unternehmen kurz und prägnant darstellen. Insbesondere in welcher Branche Sie tätig sind, ist eine wichtige Information. Hinterlegen Sie Kontaktmöglichkeiten (E-Mail-Adresse, Telefonnummer) und publizieren Sie regelmäßig qualitativ hochwertige Beiträge über Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt- und Serviceportfolio. Des Weiteren sollten Sie auch Themenrecherche betreiben, damit Sie passgenauen Content für Ihre Wunschkandidaten bereitstellen. Im Vorfeld können Sie auf www.answerthepublic.com passende Keywords finden, auf deren Grundlage Sie Content produzieren. Durch den Besuch von berufsspezifischen Foren (z. B. WiWi-Trend, Studis Online) finden Sie heraus, für welche Themen sich potenzielle Kandidaten interessieren. Auch bietet es sich für Sie an, Arbeitgeberbewertungsplattformen (z. B. Kununu) zu besuchen, um zu erfahren, wo der Schuh Ihrer Wunschkandidaten drückt. Nutzen Sie die Erkenntnisse, die Sie so gewinnen, um Ihren Content auf Ihre potenziellen Kandidaten zu zuschneiden. Eventuell gibt es auch Fehleinschätzungen von potenziellen Bewerbern bezüglich der Einstiegsmöglichkeiten (z. B. vorausgesetzter Abschluss) in Ihrem Unternehmen. In diesem Fall kann es ein guter Weg sein, Erfahrungsberichte von Ihren Mitarbeitern auf Facebook zu teilen. Potenzielle Bewerber können sich damit ein gutes Bild von Ihnen machen. Falls Sie bei Ihren Wunschkandidaten wegen zu geringer Reichweite kaum präsent sind, kann es sich für Sie lohnen, die Erfahrungsberichte Ihrer Mitarbeiter in berufsspezifische Facebookgruppen zu veröffentlichen. Mehr zu den berufsspezifischen Facebookgruppen erfahren Sie weiter unten im Text. Darüber hinaus bietet es sich an, moderne Social-Media-Features (z. B. Karriereportal, Automatisierte Postings von Stellenangeboten) in Ihre Unternehmensseite auf Facebook einzubinden. Insbesondere ein eigenes Facebook Karriereportal zeugt von Professionalität und stärkt somit Ihre Arbeitgebermarke.

 Facebook Karriereportal
Facebook Karriereportal

Tipp: Wir sind Ihr Partner, wenn es darum geht, gewünschte Social-Media-Features auf Ihre Facebook-Seite umzusetzen.

Zudem besteht für Sie die Möglichkeit, via Facebook Jobs eigene Stellenangebote über Ihren Newsfeed zu schalten. Diese Option finden Sie über dem „Beitrag verfassen“ Fenster oben rechts. Klicken Sie auf das Symbol Job, wird Ihnen ein vorgefertigtes Stellenangebotsformular angezeigt, dass Sie ausfüllen müssen. Überlegen Sie sich, ob Sie Bewerbungen über den Facebook Messenger, oder via einer eigenen E-Mail-Adresse erhalten wollen. Letztendlich stellt sich für Sie die Frage, auf welche Kanäle Sie Ihr Stellenangebot publizieren wollen: Soll es nur in Ihrem Newsfeed auftauchen oder möchten Sie es auch bewerben? Wählen Sie die Option „Bewerben“ aus, sehen auch potenzielle Kandidaten Ihr Stellenangebot, die noch nicht auf Ihrer Facebook-Seite waren.

Facebook Jobs
Facebook Jobs

2. Facebookgruppen

Suchen Sie geeignete Facebookgruppen, die Ihrer Zielgruppendefinition entsprechen und die Sie fokussiert adressieren können. Insbesondere branchenspezifische Gruppen eignen sich gut dazu, um gezielt potenzielle Kandidaten anzusprechen. Denken Sie darüber nach, welche Berufsgruppen besonders interessant für Sie sind. Haben Sie zum Beispiel großen Bedarf an Ingenieuren, dann publizieren Sie Ihre Stellenangebote in Gruppen für diese (z. B. Ingenieur Jobs / engineering jobs).

3. Werbeanzeigen bei Facebook Ads

Mit Facebook Ads können Sie Werbeanzeigen schalten, mit denen Sie Ihre Wunschkandidaten erreichen. Diese verfügen über eine große Reichweite, was Ihnen wiederum einen entsprechenden Bewerberrücklauf generiert. Die Schaltung via Facebook Ads ist oft kostengünstiger als die Schaltung auf einer Stellenbörse. Ziehen Sie diesen Recruiting-Kanal daher durchaus in Betracht.

3.1 Zielgruppen definieren

Überlegen Sie sich genau, wen Ihre Stellenanzeigen bei Facebook erreichen sollen. Definieren und formulieren Sie genaue Zielgruppen. Unter anderem können Sie zwischen Geschlecht, Alter und Interessen auswählen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Stellenanzeigen auch wirklich nur Ihre Zielgruppe erreicht.

3.2 Anzeigen

Pro Facebook-Ads-Kampagne sollten Sie mindestens 2 bis maximal 4 verschiedene Anzeigen plus Text schalten. Je mehr Anzeigenvarianten Facebook zum Testen hat, desto bessere Ergebnisse können erzielt werden. Des Weiteren ist die Laufzeit der Anzeige ein entscheidender Faktor. Eine längere Laufzeit der Anzeige führt auch zu besseren Ergebnissen. Die Texte und das Design Ihrer Anzeigen sollte sich an den Ansprüchen Ihrer Zielgruppen orientieren. Halten Sie den Text kurz und bündig und integrieren Sie auch ein Call-to-Action (CTA) (z. B. „Jetzt bewerben!“).

3.3 Budget

Facebook bietet Ihnen zwei Abrechnungsmethoden an: Cost per Click (CPC) und Cost per Impression (CPM). Bei CPC zahlen Sie für die Klicks Ihrer Nutzer auf Ihre Werbeanzeigen. Cost-per-Click lohnt sich für Sie, wenn Sie Traffic (z. B. auf Websites) generieren möchten. Dadurch erhalten Sie zwar weniger Impressionen aber dafür eine bessere Durchklickrate (Click-Through-Rate). Bei Cost per Impressionen hingegen zahlen Sie für Impressionen. Diese Abrechnungsform ist vorteilhaft, wenn Sie Ihre Markenbekanntheit steigern möchten. Sie können für beide Optionen eine Höchstgrenze festsetzen, wie viel Sie bereit sind für die jeweilige Aktion zu zahlen. Generell sollten Sie ein Tagesbudget von mindestens 5 Euro festsetzten. Wie bei einer Auktion, vergleicht Facebook Ihr Gebot mit dem Gebot Ihrer Mitbewerber. Sprich: Gibt es aktuell viele Gebote auf eine bestimmte Zielgruppe, werden die Anzeigen von Anbietern bevorzugt, welche ein höheres Gebot haben. Daher sollte Ihr Gebot nicht unterhalb der von Facebook empfohlenen Preis liegen. Das Budget für jede Facebook Ads Kampagne ist sehr unterschiedlich. Hierbei ist es wichtig, dass Sie versuchen, dieses an die Größe Ihrer Zielgruppe anzupassen. Haben Sie eine sehr große Zielgruppe (z. B. alle Personen in Deutschland) ausgewählt, dann setzen Sie ein großes Budget ein. Die Daten, die Sie daraus gewinnen, können Sie für weitere kleinere und zielgruppenspezifischere Kampagnen nutzen.

3.4 Optimierung

Lassen Sie Ihre Facebook Ads Kampagnen nicht einfach laufen, sondern überprüfen Sie diese regelmäßig. Ein wichtiger Indikator, der Ihnen zeigt, wie gut einzelne Anzeigen performen, ist das jeweilige Kampagnenziel (z. B. Leads, Impressionen). Dieses ist für die Optimierung Ihrer Kampagne entscheidend. Ein weiterer wichtiger Indikator für den Erfolg Ihrer Anzeigen ist die Reichweite Ihrer Anzeigen. Diese gibt Ihnen an, wie viele Nutzer Ihre Anzeige ausgespielt bekommen haben. Erstellte Kampagnen sollten am Anfang unverändert bleiben, da der Facebook Algorithmus die neuen Parameter erst einmal selbst implementieren muss. Überprüfen Sie nacheinigen Tagen, ob Ihre Kampagne die gewünschten Resultate (z. B. Leads, Reichweite usw.) liefert. Falls nicht, justieren Sie nach.

Tipp: Schalten Sie bequem und einfach Ihre Facebook- und Instagram-Kampagnen über unseren One-Click-Recruiter. Dafür benötigen Sie keine eigene Facebookseite! Es entsteht kein Arbeitsaufwand für Sie. Inklusive Text und Bilder für Ihre Anzeigen.

3.5 Tipp für KMUs

Haben Sie nicht genug Kapazitäten oder Knowhow, um selbst eine reichweitenstarke Facebookseite aufzubauen? Kein Problem. In diesem Fall lohnt es sich für Sie, an einer regionalen Initiative zur Mitarbeitergewinnung von Arbeitsgebern auf Facebook zu beteiligen. Oft werden diese von Ihren örtlichen Arbeitgeberverbänden (z. B. IHK) oder anderen Branchenverbänden betrieben. In diesem Fall nutzen Sie eine schon vorhandene Facebookseite und steuern nur Ihren individuellen Content hinzu. Dabei ist es wichtig, dass Sie regelmäßig Content liefern. Dieser sollte neben vakanten Stellen auch etwas über den Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter berichten. Insbesondere Branchenverbände sind mit solchen Initiativen auf Facebook schon vorgeprescht. Unter anderem „Back dir deine Zukunft“ vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks oder „Komm in die Agentur“ von führenden Kommunikationsverbänden. Sind noch keine regionalen Initiativen zur Mitarbeitergewinnung vorhanden, können Sie diese in Ihrem Verband anstoßen. Hat dies keinen Erfolg, rufen Sie doch eigenständig eine Initiative ins Leben. Mögliche Verbündete sind neben Ihren branchenspezifischen Verbänden, kommunale Verwaltungen, Arbeitsagenturen, Medienhäuser und Tourismusverbände. Diese sind in Ihrer Region bestens vernetzt und können Ihre Initiative mit wichtigen Informationen versorgen.

4. Fazit

Facebook ist ein nützlicher Helfer in der Klaviatur des modernen Recruitings. Unter anderem hat ein professioneller Unternehmensauftritt auf Facebook einen positiven Effekt auf Ihre Employer Brand. Aber auch fürs Recruiting bietet Facebook enorme Möglichkeiten. Darüber hinaus bietet es sich an, Ihre Stellenangebote prominent durch ein eigenes Karriereportal auf Facebook darzustellen. Aber auch automatische Stellenangebot-Postings auf unterschiedlichen Stellenbörsen in Facebook sind möglich. Ferner können Sie Ihre Stellenangebote via Facebook Jobs in Ihrem Newsfeed veröffentlichen. Weiterhin haben Sie die Option, die Reichweite Ihrer Stellenanzeigen durch Facebook Ads zu erhöhen. Diese lassen sich zielgruppenspezifisch einstellen, sodass Sie Ihre Wunschkandidaten besser erreichen. Letztendlich bedarf es einer Grundsatzentscheidung, wie Sie Facebook für Ihr eigenes Recruiting einsetzen wollen.

[1] https://blog.hubspot.de/marketing/facebook-nutzerzahlen?utm_campaign=german-blog-email-campaign&utm_source=hs_email&utm_medium=email&utm_content=86000654

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